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Im aufblasbaren Boot ans Ziel RENNEN „Tollwut-Camper“ erringen Überraschungssieg – Drängeln ist erlaubt
Ein feuchtes Vergnügen war die 1. Gummiboot-Regatta im Fedderwardersieler Hafen. Im nächsten Jahr soll wie wiederholt werden – und zwar mit mehr Teilnehmern. Die Veranstalter stellten die Boote. BILD:ER (2) JOCHEN EILERSDie Veranstalter räumen organisatorische Fehler ein. Sie sollen nächstes Mal abgestellt werden. VON JOCHEN EILERSFEDDERWARDERSIEL – Bei den ersten Rennen am Sonnabend hätte wohl niemand einen Euro auf sie gesetzt: die „Tollwut- Camper“ vom Fedderwardersieler Campingplatz. Doch am Sonntag schoben sie sich ganz heimlich an den anderen Teams vorbei und standen am Ende ganz oben auf dem Treppchen: Sie bekamen beim 1. Fedderwardersieler Gummiboot-Rennen den Butje- Cup. Größte Fan-Gemeinde Damit schlugen die Camper aus Bremen und Oldenburg – sie hatten auch die größte Fangemeinde im Hafen – doch recht deutlich die Konkurrenz vom Butjadinger Yachtclub und dem Team „Milf“ aus Butjadingen. Insgesamt waren acht Besatzungen mit je drei oder vier Teilnehmern an den Start gegangen.
So sehen Sieger aus: Die „Tollwut-Camper“ nach der 1.Gummiboot-Regatta im Hafen Fedderwardersiel Nicht sehr viele Mannschaften, räumte auch Organisator Carsten Eckel im Gespräch mit der NWZ ein. Carsten Eckel und Michael Ausborn hatten im Auftrag des Touristikvereins Butjadingen das Gummiboot-Rennen und den Marktveranstaltet. Doch dieses erste Rennen mit Gummibooten im Kutterhafen sollte einen Grundstein legen. Dies hätten die Organisatoren wenn auch mit kleinen Pannen am Wochenende geschafft. Im nächsten Jahr gebe es wieder ein Gummiboot- Rennen, bei dem der eine oder andere organisatorische Fehler sich nicht wiederholen werde. So hatte Eckel beispielsweise im Nachhinein von einem potentiellen Team erfahren, das nicht gestartet war, weil es kein Boot hatte. Doch die Gummiboote wurden vom Veranstalter gestellt. „Die Gruppen brauchen also kein eigenes Boot. Da werden wir zum nächsten Jahr noch einmal deutlich die Kommunikation verbessern müssen“, sagte Eckel. Dann rechne er auch mit mehr Startern. Sichtlichen Spaß hatten die gemischten Bootsbesatzungen, die mit den kleinen aufblasbaren Booten den Parcours in Form einer Acht durch den Hafen paddelten – unter den Augen der Mitglieder der Deutschen Seenotrettungs- Gesellschaft, die für die Sicherheit sorgten. In mehreren Finalläufen traten alle Teams gegeneinander an und sammelten Punkte. Im Gegensatz zum Einsatz von Taschenmessern oder dem Stechen oder Schlagen mit dem Paddel war Drängeln und Abdrängen sogar erwünscht. Neben dem Pokal für die Siegermannschaften gab es auch einen Übernachtungs- Gutschein, weitere Gutscheine und andere Vergünstigungen. Abseits des Spaß-Wettbewerbs gab es für die tausenden Schaulustigen während der der Tage im Hafen allerhand Buden. Dort wurde von Pommes über Crepes bis Fischbrötchen und Olivenöl und von Rastazöpfen, Hundekeksen bis zu Schmuck und Handtaschen alles angeboten, was das Herz begehrt oder eben auch nicht. Vielen Besuchern und vor allem den Einheimischen kam der Markttrubel rund um den Hafen sehr überdimensioniert und künstlich vor. Wichtige Punkte im Rahmenprogramm waren auch die Musikgruppen. Der Auftritt von Marion & Sabine am Sonntagvormittag kam beim Publikum sehr gut an. Musik ist wichtig Dass die musikalischen Teile des Rahmenprogramms so gut ankommen würden, hätte auch Organisator Michael Ausborn nicht gedacht. Es war die erste Veranstaltung des Organisatoren-Duos in Butjadingen. Deshalb habe man auch keinen Anhaltspunkt gehabt, was Einheimische und Urlaubsgäste verlangen würden. Für Ausborn war aber am Ende klar, dass die Musik künftig noch weiter in den Vordergrund gerückt werden müsse. Die Musik sei sogar wichtiger gewesen als die Angebote für die Kinder wie Entenangeln, Dosenwerfen oder Kettenkarussell. Erschienen 19.07.2010: NWZ / 166 / Seite 29
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